Elektrische Zahnbürste im Vergleich: Philips Sonicare, Oral-B iO und Beurer – was Stiftung Warentest und KONSUMENT zeigen

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Zweimal täglich, jeweils rund zwei Minuten: Kaum ein Gerät im Haushalt benutzt du so oft wie deine Zahnbürste. Entsprechend groß ist die Auswahl an elektrischen Modellen – von der günstigen Drogerie-Bürste bis zur App-gesteuerten Schallzahnbürste. Welche putzt im Test am gründlichsten? Ich habe dafür die zwei aktuellsten unabhängigen Quellen ausgewertet: den Test der Stiftung Warentest 12/2025 (online seit 18.11.2025) und den gemeinsam mit der Stiftung Warentest durchgeführten Test der österreichischen Zeitschrift KONSUMENT 1/2026, deren Testtabelle frei zugänglich ist. Dazu kommen die frei einsehbaren Produktdaten auf test.de und die Angaben auf Amazon.de. Ich habe die Zahnbürsten nicht selbst getestet. Preise nenne ich bewusst nicht; sie ändern sich ständig.

Kurzurteil

Philips Sonicare 5500

Mein Top-Pick ist die Philips Sonicare 5500. Sie ist laut Philips und Zweitquellen mit „gut“ (1,7) Testsieger der Stiftung Warentest 12/2025 (Einzelnoten hinter der Bezahlschranke, daher nicht verifiziert) und steht auch in der frei zugänglichen Tabelle von KONSUMENT 1/2026 auf Platz 1 – mit „sehr gut“ in der Zahnreinigung, dem wichtigsten Prüfpunkt. Sie ist schlicht ausgestattet (2 Putzeinstellungen, keine App), hat aber Andruckkontrolle und Putzzeit-Signal. Bei Amazon.de ist sie unter anderem als HX7110/02 gelistet. Die Alternative mit rundem Bürstenkopf ist die Oral-B iO Series 2: laut KONSUMENT „gut“ mit überzeugender Andruckkontrolle und Timer, laut Oral-B bei der Stiftung Warentest „gut“ (2,2).

* Affiliate-Link (Werbung). Preise nenne ich nicht; maßgeblich sind die Angaben auf der Amazon-Produktseite.

Inhaltsverzeichnis

Das Wichtigste in Kürze

  • Stiftung Warentest 12/2025 (online 18.11.2025): 13 neue Modelle; die Datenbank enthält insgesamt 48 elektrische Zahnbürsten, 25 davon laut Anbietern unverändert erhältlich. Die Qualitätsurteile reichen von „gut“ bis „mangelhaft“; gute Modelle gibt es laut test.de schon ab 12 Euro.
  • Testsieger: Laut Philips und Zweitquellen die Philips Sonicare 5500 mit „gut“ (1,7) vor der Sonicare 7100 mit „gut“ (1,8). Beide reinigen laut KONSUMENT als einzige im gemeinsamen Test „sehr gut“.
  • KONSUMENT 1/2026: 12 Zahnbürsten aus dem gemeinsamen Test, 5 davon „gut“: Philips Sonicare 5500, Philips Sonicare 7100, Oral-B iO Series 2, Beurer TB50 und Müller Sensident Perfect Clean Professional.
  • Durchgefallen: Die beiden U-förmigen Bürsten Y-Brush Essential Electric Toothbrush und Uniqe One sind laut KONSUMENT „gegen Zahnbelag so gut wie machtlos“ und „nicht zufriedenstellend“.
  • Kein System klar vorn: Laut Stiftung Warentest zeigt bei der Reinigungsleistung weder die rotierende noch die Schalltechnik eindeutige Vorteile – entscheidend ist das einzelne Modell.

So wurde getestet

Die Stiftung Warentest bewertet elektrische Zahnbürsten in vier Gruppen: Zahnreinigung (60 %), Handhabung (30 %), Haltbarkeit (5 %) und Umwelteigenschaften (5 %). Seit dem Test 12/2024 wird die Reinigungsleistung in einem internationalen Gemeinschaftstest mit 30 Testpersonen ermittelt: Sie putzen sich vorher mindestens zwölf Stunden nicht die Zähne, die Beläge werden eingefärbt, und eine Expertin, die nicht weiß, welches Produkt benutzt wurde, beurteilt die Belagmenge pro Zahn vor und nach dem Putzen. Geputzt wird jeweils zwei Minuten nach festgelegtem Ablauf mit derselben Zahnpasta.

In der Handhabung prüfen fünf Fachleute unter anderem, wie gut man schwer erreichbare Stellen erreicht, wie handlich und laut die Bürste ist, ob und wann die Andruckkontrolle auslöst, wie gut das Putzzeit-Signal wahrnehmbar ist, wie sich Bürste und Ladestation reinigen lassen und wie lange eine Akkuladung hält. Für die Haltbarkeit laufen die Bürsten 2.250 Prüfzyklen – laut test.de etwa sechs Jahre Nutzung durch zwei Personen – und müssen eine Fall- und eine Spritzwasserprüfung bestehen. Bei den Umwelteigenschaften zählen Stromverbrauch und ob sich der Akku tauschen lässt. Wichtig: Ergebnisse aus Tests vor 12/2024 sind laut Stiftung Warentest nicht vollständig mit den aktuellen vergleichbar, weil das Prüfprogramm geändert wurde.

Warum zwei Quellen? Die Noten der Stiftung Warentest sind kostenpflichtig. KONSUMENT, die Zeitschrift des österreichischen Vereins für Konsumenteninformation, hat 12 Bürsten aus demselben Gemeinschaftstest veröffentlicht; die Tabelle (Heft 1/2026) ist über die Arbeiterkammer Oberösterreich frei als PDF abrufbar. KONSUMENT vergibt Punkte von 0 bis 100 und eigene Urteile („gut“, „durchschnittlich“ …) – diese sind nicht 1:1 in Schulnoten übertragbar. Die Schulnoten der Stiftung Warentest nenne ich nur mit Quelle und als „nicht verifiziert“, wenn ich sie nicht selbst auf test.de lesen konnte.

Schallzahnbürste oder rotierend?

Laut Stiftung Warentest gibt es vier Typen: oszillierend-rotierende Bürsten mit rundem Kopf (zum Beispiel Oral-B iO, Beurer TB50), stark vibrierende Schallzahnbürsten mit länglichem Kopf (zum Beispiel Philips Sonicare), Ultraschallzahnbürsten und sogenannte U- oder Y-Bürsten, deren bogenförmiges Mundstück auf den Kiefer gesteckt wird. Bei der Reinigungsleistung zeigte keines der Systeme im Test eindeutige Vorteile, zwei davon allerdings Nachteile – die U-Bürsten fielen bei KONSUMENT durch.

Weiße elektrische Schallzahnbürste ohne Markenlogo mit Einschalttaste und Anzeige der Putzmodi liegt auf einem hellen Untergrund
Symbolbild: Schallzahnbürste mit länglichem Bürstenkopf (kein Produkt aus diesem Vergleich). Foto: Curpharar, CC BY-SA 4.0, zugeschnitten

Für die Wahl zählt laut Stiftung Warentest vor allem dein Putzverhalten: Mit einer Rundkopf-Bürste reinigst du jeden Zahn einzeln. Schallzahnbürsten säubern mit ihren länglichen Köpfen mehr Fläche auf einmal. Wer von der Handzahnbürste kommt und gern „wischt“, kommt mit einer Schallzahnbürste oft gut zurecht; wer Zahn für Zahn vorgeht, mit einem Rundkopf. Eine Empfehlung für deine Zähne kann dir am besten deine Zahnarztpraxis geben.

Worauf du beim Kauf achten kannst

  • Reinigungsleistung im Test: Sie zählt bei der Stiftung Warentest 60 %. Achte auf das Testergebnis für genau dein Modell – Ausstattung wie App oder viele Putzmodi sagt darüber wenig aus.
  • Andruckkontrolle: Sie warnt, wenn du zu fest aufdrückst. KONSUMENT bewertet Bürsten ohne Andruckkontrolle in diesem Prüfpunkt mit „nicht zufriedenstellend“; im gemeinsamen Test fehlte sie bei fünf Modellen. Alle vier hier vorgestellten Bürsten haben eine.
  • Putzzeit-Signal statt Abschaltautomatik: Ein gut wahrnehmbares Signal nach zwei Minuten und beim Wechsel des Putzbereichs bewerten KONSUMENT und Stiftung Warentest positiv. Abzug gibt es für Bürsten, die sich nach zwei Minuten automatisch abschalten – du solltest selbst entscheiden können, wann du fertig bist.
  • Folgekosten für Bürstenköpfe: Laut KONSUMENT sollte der Aufsatz etwa alle drei Monate gewechselt werden. Die Preise für Ersatzköpfe unterscheiden sich laut Stiftung Warentest „zum Teil enorm“ – vergleiche sie vor dem Kauf.
  • Akkulaufzeit und Laden: Wer viel reist, sollte laut test.de auf eine lange Betriebszeit achten. Prüfe auch, was zum Laden beiliegt: Bei der Sonicare 5500 ist laut test.de nur eine Ladestation mit USB-Kabel dabei, kein Netzteil.
  • Akkutausch: Der Akku ist laut KONSUMENT oft eine Schwachstelle. Bei keiner der hier vorgestellten Bürsten kannst du ihn laut Anbieter selbst tauschen; bei Philips und Oral-B geht es über den Kundenservice, bei der Beurer TB50 laut Anbieter gar nicht.
  • App: Brauchst du nicht. Gibt es eine, prüft die Stiftung Warentest, ob sie unnötige Daten sendet. Bei der Sonicare 7100 stellte KONSUMENT „sehr geringe“ Mängel fest.

Vier elektrische Zahnbürsten im Überblick

Ich habe die vier Bürsten ausgewählt, die im aktuellen Gemeinschaftstest mit „gut“ abgeschnitten haben und die ich am 29.10.2026 bei Amazon.de gefunden habe. Alle vier sind laut test.de „unverändert erhältlich“ und wurden nach dem aktuellen Prüfprogramm (ab 12/2024) getestet. Punkte, Urteile, Ausstattung und Betriebszeit stammen aus der KONSUMENT-Tabelle bzw. den test.de-Produktdaten; die Schulnoten der Stiftung Warentest sind als „nicht verifiziert“ markiert. Die fünfte „gute“ Bürste, die Müller Sensident, gibt es nicht bei Amazon.de – sie stelle ich weiter unten vor.

ModellStiftung Warentest 12/2025KONSUMENT 1/2026Ausstattung (test.de / KONSUMENT)Gut zu wissen
Philips Sonicare 5500
Mein Top-Pick
Testsieger, „gut“ (1,7); Zahnreinigung 1,3 – laut Philips und Zweitquelle (nicht verifiziert)„gut“ (76 von 100 Punkten), Platz 1; Zahnreinigung „sehr gut“Schall; 2 Putzeinstellungen; 1 Bürstenaufsatz; Ladestation mit USB-Kabel, kein Netzteil; keine App; Betriebszeit laut KONSUMENT-Tabelle 112 MinutenAkkutausch laut Anbieter nur über den Kundenservice; bei Amazon.de u. a. als HX7110/02 (Weiß) und HX7113/01 (Navy) gelistet
Philips Sonicare 7100
Mehr Einstellungen
„gut“ (1,8), Platz 2; Zahnreinigung 1,4 – laut Philips (nicht verifiziert)„gut“ (74), Platz 2; Zahnreinigung „sehr gut“Schall; 4 Putzeinstellungen mit je 3 Intensitätsstufen; 2 Bürstenaufsätze; App; Betriebszeit 150 MinutenLaut KONSUMENT „sehr geringe“ Mängel im Datensendeverhalten der App; Akkutausch über den Kundenservice; bei Amazon.de als HX7420/02 gelistet
Oral-B iO Series 2
Rundkopf-Tipp
„gut“ (2,2) – laut Oral-B-Angebot auf Amazon.de (nicht verifiziert)„gut“ (66); Zahnreinigung „gut“Oszillierend-rotierend; 3 Putzeinstellungen; 1 Bürstenaufsatz; Ladestation mit Netzstecker, Reiseetui; keine App; Betriebszeit 151 MinutenLaut KONSUMENT überzeugen Timer und Andruckkontrolle; Akkutausch über den Kundenservice
Beurer TB50„gut“ (2,5); Zahnreinigung „befriedigend“ (2,6) – laut Zweitquelle (nicht verifiziert)„gut“ (62); Zahnreinigung nur „durchschnittlich“Oszillierend-rotierend; 3 Putzeinstellungen; 1 Bürstenaufsatz; Ladestation mit Netzstecker und USB-Kabel, Reiseetui; keine App; Betriebszeit 163 MinutenLaut KONSUMENT überzeugen Timer und Andruckkontrolle; Akku laut Anbieter weder durch dich noch durch den Kundenservice tauschbar
Quellen: KONSUMENT 1/2026 (gemeinsamer Test mit der Stiftung Warentest; Punkte, Ausstattung und Betriebszeit aus der Testtabelle), test.de-Produktdaten (Abruf 29.10.2026), Noten der Stiftung Warentest über Hersteller- und Zweitquellen (siehe Quellen). KONSUMENT bewertet in Punkten, die Stiftung Warentest in Schulnoten – die Werte sind nicht direkt vergleichbar. Preise nenne ich bewusst nicht.

Philips Sonicare 5500 – mein Top-Pick

Die Sonicare 5500 ist laut Philips mit „gut“ (1,7) Testsieger der Stiftung Warentest 12/2025, die Zahnreinigung gibt Philips mit 1,3 an (beides nicht verifiziert). In der frei zugänglichen KONSUMENT-Tabelle steht sie mit 76 von 100 Punkten auf Platz 1, mit „sehr gut“ in der Zahnreinigung. Laut test.de hat sie 2 Putzeinstellungen, Intervall-Timer und Signal am Ende der Putzzeit, eine Andruckkontrolle und keine App; getestet wurde mit dem Bürstenkopf W2 Optimal White. Laut KONSUMENT-Tabelle hält eine Akkuladung 112 Minuten – das ist der kürzeste Wert der vier Bürsten hier. Zum Laden liegt laut test.de nur eine Ladestation mit USB-Kabel bei, kein Netzteil. Bei Amazon.de wird sie unter anderem als HX7110/02 (Weiß) und HX7113/01 (Navy) angeboten; Philips führt sie auf der eigenen Seite als HX7110/01.

  • Pro: laut Philips Testsieger der Stiftung Warentest; bei KONSUMENT Platz 1 und „sehr gut“ in der Zahnreinigung; einfache Bedienung.
  • Contra: kein Netzteil im Lieferumfang; im Vergleich kürzere Akkulaufzeit; Akkutausch nur über den Kundenservice.

Philips Sonicare 7100 – mehr Einstellungen, mit App

Die Sonicare 7100 folgt laut Philips mit „gut“ (1,8) auf Platz 2 der Stiftung Warentest, die Zahnreinigung gibt Philips mit 1,4 an (nicht verifiziert). Bei KONSUMENT erreicht sie 74 Punkte und ebenfalls „sehr gut“ in der Zahnreinigung. Im Unterschied zur 5500 bietet sie laut KONSUMENT 4 Putzeinstellungen mit je drei Intensitätsstufen, zwei Bürstenaufsätze und eine App; beim Datensendeverhalten der App fand KONSUMENT „sehr geringe“ Mängel. Die Betriebszeit liegt laut Tabelle bei 150 Minuten. Bei Amazon.de habe ich sie als HX7420/02 gefunden (laut Produktseite mit zwei G3-Bürstenköpfen und Reise-Ladeetui). Achtung: Amazon.de listet inzwischen auch eine „Series 7500“ – die ist nicht Teil des Tests.

  • Pro: laut Philips Platz 2 bei der Stiftung Warentest; „sehr gut“ in der Zahnreinigung laut KONSUMENT; viele Einstellungen; Reise-Ladeetui.
  • Contra: laut den Ladenpreisen auf test.de teurer als die 5500, im Test aber nicht besser bewertet; App mit „sehr geringen“ Mängeln beim Datensenden; Akkutausch nur über den Kundenservice.

Oral-B iO Series 2 – die Alternative mit rundem Bürstenkopf

Wer lieber Zahn für Zahn mit einem runden Bürstenkopf putzt, findet in der Oral-B iO Series 2 eine gut getestete Alternative. Oral-B gibt auf Amazon.de „gut“ (2,2) bei der Stiftung Warentest 12/2025 an (nicht verifiziert). Bei KONSUMENT erreicht sie 66 Punkte, die Zahnreinigung ist „gut“, und laut KONSUMENT überzeugt sie mit Timer-Funktion und Andruckkontrolle. Laut test.de hat sie 3 Putzeinstellungen, Intervall-Timer, Andruckkontrolle, keine App, eine Ladestation mit Netzstecker, eine Halterung für drei Aufsteckbürsten und ein Reiseetui; getestet wurde mit dem Aufsatz „Sanfte Reinigung“. Laut KONSUMENT-Tabelle hält eine Akkuladung 151 Minuten. Bei Amazon.de ist sie als „iO Series 2“ in mehreren Farben gelistet.

  • Pro: „gut“ bei KONSUMENT; laut KONSUMENT überzeugende Andruckkontrolle; Ladestation mit Netzstecker; lange Akkulaufzeit.
  • Contra: reinigt laut KONSUMENT nicht ganz so gründlich wie die beiden Philips; nur ein Bürstenaufsatz; Akkutausch nur über den Kundenservice.

Beurer TB50 – lange Akkulaufzeit, Reinigung nur mittelmäßig

Die Beurer TB50 kommt laut Zweitquellen bei der Stiftung Warentest auf „gut“ (2,5), in der Zahnreinigung aber nur auf „befriedigend“ (2,6); die Haltbarkeit soll „sehr gut“ (1,0) sein (nicht verifiziert). KONSUMENT vergibt 62 Punkte und schreibt ausdrücklich, dass die Zahnreinigung „nur durchschnittlich“ war. Dafür hat sie laut KONSUMENT-Tabelle die längste Betriebszeit der vier Bürsten (163 Minuten); Timer und Andruckkontrolle überzeugen laut KONSUMENT. Laut test.de gehören eine Ladestation mit Netzstecker und USB-Kabel sowie ein Reiseetui dazu. Den Akku kannst du laut Anbieter allerdings weder selbst noch über den Kundenservice tauschen lassen. Bei Amazon.de ist sie als „Beurer TB 50“ gelistet; im Datenblatt der Produktseite steht als Modellname allerdings „TB 30“ – prüfe Titel und Bilder vor dem Kauf.

  • Pro: „gut“ bei KONSUMENT; längste Akkulaufzeit hier; laut KONSUMENT überzeugende Andruckkontrolle; Reiseetui.
  • Contra: Zahnreinigung laut KONSUMENT nur durchschnittlich; Akku nicht tauschbar; widersprüchliche Modellangabe auf Amazon.de.

Die günstigste „gute“ Bürste im Test ist die Müller Sensident Perfect Clean Professional. Die Stiftung Warentest hat in einem Kommentar auf test.de (12.10.2026) selbst bestätigt: Qualitätsurteil „gut“ (2,5), Zahnreinigung „gut“ (2,4). Bei KONSUMENT erreicht sie 60 Punkte, und auch die Ersatzaufsätze sind laut KONSUMENT vergleichsweise günstig. Sie ist eine Eigenmarke der Drogeriekette Müller; bei Amazon.de habe ich sie nicht gefunden. Deshalb gibt es hier keinen Link – wer sparen möchte, schaut direkt bei Müller.

Was ich nicht aufgenommen habe

  • U- und Y-Bürsten (Y-Brush Essential Electric Toothbrush, Uniqe One): laut KONSUMENT „nicht zufriedenstellend“ und „gegen Zahnbelag so gut wie machtlos“; die Uniqe One erhielt bei der Stiftung Warentest laut CHIP „mangelhaft“.
  • Oral-B Vitality Pro: sehr verbreitet, bei KONSUMENT aber nur „durchschnittlich“ (58 Punkte); laut Tabelle hat sie keine Andruckkontrolle, und eine Akkuladung hält nur 46 Minuten.
  • Weitere „durchschnittliche“ Modelle bei KONSUMENT: Wondersmile W-Pro, Alpine White Sonic Toothbrush, Bamtoo Bamboo-Style KOA V2 und Happybrush ECO VIBE 3+ – laut Tabelle alle ohne Andruckkontrolle.
  • Ältere Testergebnisse aus der Datenbank der Stiftung Warentest (zum Beispiel Prüfprogramm 12/2023): laut test.de nicht vollständig mit dem aktuellen Prüfprogramm vergleichbar.
  • Weitere „gute“ Modelle der Stiftung Warentest 12/2025 wie Oral-B iO Series 3N, Philips Sonicare 3100 Series, Rossmann Prokudent Sonic oder Müller Sensident Qi 11.000: Ihre Noten kenne ich nur aus Zweitquellen, und sie waren nicht Teil der KONSUMENT-Tabelle; Rossmann und Müller sind zudem Drogerie-Eigenmarken.

Pflege und Alltag

  • Bürstenkopf wechseln: laut KONSUMENT etwa alle drei Monate. Original-Ersatzköpfe findest du bei Amazon.de meist im Mehrfachpack; achte auf die Kompatibilität mit deinem Handstück.
  • Reinigen: Spül den Aufsatz nach dem Putzen gründlich ab, lass ihn trocknen und wisch Handstück und Ladestation regelmäßig ab. Wie leicht das geht, ist Teil der Handhabungsprüfung der Stiftung Warentest.
  • Zahnpasta und Zwischenräume: KONSUMENT rät, auf eine fluoridhaltige Zahnpasta zu achten, und nennt Zahnseide oder Interdentalbürstchen für die Zahnzwischenräume. Was für dich passt, besprichst du am besten mit deiner Zahnarztpraxis.
  • Laden: Halte dich an die Hinweise in der Bedienungsanleitung. Laut KONSUMENT ist der Akku oft eine Schwachstelle – frag vor dem Kauf nach, ob und wie er getauscht werden kann.

Häufige Fragen (FAQ)

Welche elektrische Zahnbürste ist Testsieger bei der Stiftung Warentest?

Laut Philips und mehreren Zweitquellen ist im Test 12/2025 die Philips Sonicare 5500 mit „gut“ (1,7) Testsieger, vor der Sonicare 7100 mit „gut“ (1,8). Die Noten liegen auf test.de hinter der Bezahlschranke; ich konnte sie nicht selbst prüfen. In der frei zugänglichen Tabelle von KONSUMENT 1/2026 aus demselben Gemeinschaftstest liegen beide ebenfalls vorn.

Ist eine Schallzahnbürste besser als eine rotierende?

Nicht grundsätzlich. Laut Stiftung Warentest zeigt bei der Reinigungsleistung keines der beiden Systeme eindeutige Vorteile. Wichtiger sind das Ergebnis des einzelnen Modells und dein Putzverhalten: Rundköpfe reinigen Zahn für Zahn, Schallzahnbürsten mehr Fläche auf einmal.

Gibt es gute günstige elektrische Zahnbürsten?

Ja. Laut test.de gibt es gute Modelle schon ab 12 Euro, und sie sind „mitunter kaum schlechter als Bürsten für mehrere Hundert Euro“. Die Müller Sensident Perfect Clean Professional schnitt laut Stiftung Warentest mit „gut“ (2,5) ab, ist aber nicht bei Amazon.de erhältlich.

Brauche ich eine Zahnbürste mit App?

Nein. Die beiden Testsieger-Kandidaten unterscheiden sich gerade darin: Die Sonicare 5500 hat keine App und lag bei KONSUMENT trotzdem vorn. Wenn du eine App nutzt, achte auf den Datenschutz – die Stiftung Warentest prüft das Datensendeverhalten.

Gibt es auch einen Test für Kinderzahnbürsten?

Ja, die Stiftung Warentest hat am 28.05.2026 neun elektrische Kinderzahnbürsten veröffentlicht; laut test.de überzeugen fünf davon. Die Ergebnisse sind kostenpflichtig, deshalb nenne ich hier keine Noten.

Warum nennst du keine Preise?

Preise ändern sich häufig, gerade bei Zahnbürsten mit vielen Aktionen. Die aktuelle Angabe findest du auf der Amazon-Produktseite. Mir ist wichtiger, dass das Modell zum getesteten passt – und dass du die Folgekosten für Ersatzköpfe im Blick hast.

Mein Fazit

Die gute Nachricht aus dem aktuellen Test: Gründlich putzende elektrische Zahnbürsten müssen weder kompliziert noch teuer sein. Mein Top-Pick ist die Philips Sonicare 5500 – laut Philips Testsieger der Stiftung Warentest 12/2025 und in der frei zugänglichen KONSUMENT-Tabelle auf Platz 1, ohne App und Schnickschnack. Wer mehr Einstellungen möchte, nimmt die Sonicare 7100, die ebenfalls „sehr gut“ reinigt. Wer einen runden Bürstenkopf bevorzugt, ist mit der Oral-B iO Series 2 gut beraten. Die Beurer TB50 punktet mit langer Akkulaufzeit, reinigt laut KONSUMENT aber nur durchschnittlich. Und wer möglichst wenig ausgeben will, findet die „gute“ Müller Sensident in der Drogerie. Von U-Bürsten rate ich nach den Testergebnissen ab – sie sind durchgefallen.

Quellen

Bildnachweis: Titelbild „Stock Images Electric Toothbrush“ von Electric Teeth, Lizenz CC BY 2.0, via Wikimedia Commons, zugeschnitten. Die abgebildeten Bürsten sind nicht identisch mit den Modellen in diesem Vergleich.

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