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Brita, BWT, Philips – im Regal gibt es viele Tischwasserfilter, und die Werbung klingt oft so, als ginge es ohne nicht. Bevor ich Modelle vorstelle, möchte ich ehrlich einordnen, was unabhängige Stellen dazu sagen. Ich habe die Geräte nicht selbst getestet, sondern den Stiftung-Warentest-Test von 2022, Informationen der Verbraucherzentrale und die Herstellerangaben ausgewertet. Alle Quellen findest du unten.

Kurzurteil
Brita Marella Cool
Laut Stiftung Warentest 2022 sind Brita-Kannen die bestbewerteten der geprüften Tischwasserfilter – allerdings nur mit „befriedigend“ und mit einer inzwischen ersetzten Kartusche. Wer nur sein Leitungswasser trinken möchte, braucht laut Verbraucherzentrale und Stiftung Warentest in der Regel keinen Filter.
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Inhaltsverzeichnis
Das Wichtigste in Kürze
- Notwendig ist ein Tischwasserfilter nicht. Laut Verbraucherzentrale (Stand 17.11.2025) ist das Trinkwasser in Deutschland flächendeckend von sehr guter Qualität; aus gesundheitlichen Gründen besteht keine Notwendigkeit für eine zusätzliche Behandlung.
- Stiftung Warentest (test 7/2022): Von acht geprüften Filtern war keiner uneingeschränkt empfehlenswert. Die besten erreichten „befriedigend“, die Marke Brita (Maxtra+).
- Kalkreduzierung lässt schnell nach: Schon nach dem ersten Viertel der angegebenen Kapazität schafften die Filter im Test nur noch mittelhartes Wasser.
- Hygiene: Im simulierten Urlaubsszenario fand die Stiftung Warentest in allen Kannen Bakterien, in einem Modell zusätzlich Schimmelpilze.
- Wichtiger Hinweis zum Alter des Tests: Getestet wurde 2022 die Kartusche „Maxtra+“. Brita nennt heute „MAXTRA PRO“ (laut Brita 150 statt 100 Liter Kapazität). Diese Kartusche wurde in dem Test nicht geprüft.
Brauche ich überhaupt einen Wasserfilter?
Aus gesundheitlicher Sicht: nein, so die Verbraucherzentrale. Ein Partikelfilter am Hausanschluss ist die einzige vorgeschriebene Ausnahme; er schützt die Leitungen vor Rostpartikeln. Die Stiftung Warentest schreibt im Fazit zum Test, Filtern sei meist ohnehin überflüssig – höchstens für Teegourmets könne ein Wasserfilter interessant sein.
Ein Filter kann trotzdem eine Geschmacks- und Komfortfrage sein: etwa, wenn du in einer Region mit hartem Wasser lebst und Kalkschlieren im Tee oder im Wasserkocher vermeiden möchtest. Aktivkohle soll laut Herstellern außerdem Chlor und geschmacksstörende Stoffe reduzieren. Wenn du dir wegen bestimmter Stoffe in deinem Leitungswasser Sorgen machst, frag zuerst deinen örtlichen Wasserversorger nach den aktuellen Analysewerten.
Wasserhärte: Erst prüfen, dann kaufen
Die Wasserhärte erfährst du bei deinem Wasserversorger (meist online per Postleitzahl). Brita nennt Wasser mit mehr als 5 °dH „mittel bis hart“ und empfiehlt für hartes bis sehr hartes Wasser die Kartusche „MAXTRA PRO Extra Kalkschutz“. Bei weichem Wasser ist der Nutzen einer Kalkreduzierung naturgemäß gering.
Vier Tischwasserfilter im Überblick
Die Auswahl orientiert sich an den Marken und Modellen, die die Stiftung Warentest 2022 geprüft hat. Die Angaben zu Kapazität und Wechselintervall sind Herstellerangaben; die Noten stammen aus dem Test 2022 (die Detailergebnisse liegen bei test.de hinter einer Bezahlschranke).
| Modell | Stiftung Warentest 2022 | Kartusche / Wechsel (laut Hersteller) | Gut zu wissen |
|---|---|---|---|
| Brita Marella Cool (mit Maxtra+ getestet) | befriedigend (3,5) | MAXTRA PRO: bis zu 150 l (bei 10–12 °dH) Wechsel mindestens alle 4 Wochen | Fasst laut t-online bis zu 1,4 l gefiltertes Wasser; elektronische Wechselanzeige |
| Brita Style Cool (mit Maxtra+ getestet) | befriedigend (3,5) | MAXTRA PRO: bis zu 150 l (bei 10–12 °dH) Wechsel mindestens alle 4 Wochen | Laut t-online kaum Unterschied zur Marella Cool |
| Philips Micro X-Clean (AWP2935) | ausreichend | bis zu 100 l Wechselintervall nicht verifiziert | Filtervolumen ca. 1,5 l, Wechselanzeige vorhanden (test.de) |
| BWT Tischwasserfilter mit Soft Filtered Water Extra | ausreichend | 120 l (bei 15–18 °d Karbonathärte) Wechsel spätestens nach 4 Wochen bzw. 100 Füllungen | Kartuschen erfüllen laut BWT die DIN 10521 (Mikrobiologie, Chlor-, Blei- und Kupferrückhalt) |
Brita Marella Cool und Style Cool
Brita ist laut t-online Marktführer und lag im Test 2022 mit „befriedigend (3,5)“ vorn. Laut Brita hält eine MAXTRA PRO Kartusche bis zu vier Wochen oder 150 Liter; bei hartem Wasser oder höherem Verbrauch sinkt die Lebensdauer. Die Kartuschen passen laut Brita in alle aktuellen Brita-Tischwasserfilter.
- Pro: bestes Testergebnis im Test 2022; die Kartuschenkapazität und das Wechselintervall sind beim Hersteller klar angegeben; es gibt zwei Kartuschenvarianten (für weiches bis hartes bzw. hartes bis sehr hartes Wasser).
- Contra: Auch der Testsieger erreichte nur „befriedigend“; die Enthärtung lässt schnell nach; die getestete Kartusche (Maxtra+) wurde durch MAXTRA PRO ersetzt und nicht erneut geprüft; laufende Kosten für Kartuschen.
Philips Micro X-Clean
Die Philips-Kanne (Modell AWP2935) erhielt im Test 2022 die Note „ausreichend“. Laut test.de fasst sie ca. 1,5 Liter gefiltertes Wasser; die Kartusche soll laut Anbieter bis zu 100 Liter schaffen, und eine Wechselanzeige ist vorhanden.
- Pro: Wechselanzeige; größeres Filtervolumen als die Brita-Kannen laut test.de-Datenblatt.
- Contra: im Test nur „ausreichend“; zur aktuellen Verfügbarkeit des Modells habe ich keine verlässliche Angabe.
BWT Tischwasserfilter (Soft Filtered Water Extra)
BWT-Kartuschen gibt es in mehreren Varianten (Soft Filtered Water Extra, Magnesium Mineralized Water und weitere). Getestet wurde 2022 „Soft Filtered Water Extra“ mit der Note „ausreichend“. BWT gibt für diese Kartusche 120 Liter bei 15–18 °d Karbonathärte an und empfiehlt, sie spätestens nach vier Wochen zu tauschen. Gefiltertes Wasser soll laut BWT nicht länger als 24 Stunden aufbewahrt werden. Zum Magnesium-Mineralisierungsversprechen von BWT äußere ich mich bewusst nicht – für die Magnesiumversorgung ist die Ernährung entscheidend.
- Pro: klare Herstellerangaben zu Kapazität, Wechselintervall und Normen (DIN 10521); Wechselanzeige „Easy-Control“ bei einigen Modellen.
- Contra: im Test nur „ausreichend“; Welche Kanne genau zur Kartusche im Test gehörte, geht aus den frei zugänglichen Angaben nicht hervor.
Untertischfilter und Co.: Was ich bewusst nicht empfehle
Zu Untertischfiltern und Umkehrosmose-Anlagen konnte ich keine unabhängigen, frei zugänglichen Testergebnisse finden, auf die ich mich stützen würde – deshalb stelle ich dazu keine Produkte vor. Die Verbraucherzentrale rät generell: Wer eine zusätzliche Wasseraufbereitung möchte, sollte auf technisch aktuelle, normgerechte Verfahren achten und Geräte mit DVGW- oder DIN-Prüfzeichen wählen. Anlagen, die in die Hausinstallation eingebaut werden, gehören in die Hand eines Installationsbetriebs; wesentliche Änderungen an der Trinkwasseranlage dürfen laut AVBWasserV nur das Wasserversorgungsunternehmen oder von ihm eingetragene Installationsfirmen vornehmen.
Filterwechsel und Hygiene: So gehst du richtig vor
- Kartusche mindestens im vom Hersteller genannten Intervall wechseln (Brita: mindestens alle vier Wochen; BWT: spätestens nach vier Wochen oder 100 Füllungen).
- Gefiltertes Wasser kühl lagern (Kühlschrank) und zeitnah verbrauchen – Brita nennt höchstens einen Tag außerhalb des Kühlschranks, BWT 24 Stunden.
- Neue Kartuschen nach Herstellerangabe vorbereiten (bei Brita: Kartusche wässern und die ersten zwei Liter wegschütten).
- Erst filtern, dann kochen – diese Empfehlung gilt laut Brita auch für gefiltertes Wasser, wenn Abkochen empfohlen wird.
- Kanne regelmäßig nach Herstellerangabe reinigen.
- Auch andere Geräte mit Wassertank brauchen regelmäßige Pflege – bei Luftbefeuchtern ist das laut Stiftung Warentest ein zentraler Punkt, siehe mein Luftbefeuchter-Vergleich.
Häufige Fragen (FAQ)
Muss ich Leitungswasser in Deutschland filtern?
Laut Verbraucherzentrale besteht aus gesundheitlichen Gründen keine Notwendigkeit für eine zusätzliche Behandlung des Trinkwassers. Ein Filter kann eine Geschmacks- oder Kalk-Frage sein.
Wie oft muss ich die Kartusche wechseln?
Nach Herstellerangabe: Brita mindestens alle vier Wochen bzw. nach 150 Litern (bei 10–12 °dH; bei härterem Wasser früher); BWT spätestens nach vier Wochen oder 100 Füllungen. Die Verbraucherzentrale weist darauf hin, dass Filter regelmäßig gewechselt werden müssen.
Entfernt ein Brita- oder BWT-Filter Fluorid?
Nein, beide Hersteller geben an, dass ihre Kartuschen nicht dafür ausgelegt sind, Fluorid zu entfernen.
Wie lange hält gefiltertes Wasser?
Brita empfiehlt, gefiltertes Wasser kühl zu lagern und am besten innerhalb eines Tages zu verbrauchen; BWT nennt 24 Stunden. Die Stiftung Warentest fand im simulierten Urlaubsszenario in allen Kannen Bakterien.
Funktioniert die Kalkreduzierung dauerhaft?
Im Test 2022 schafften schon nach dem ersten Viertel der angegebenen Kapazität alle Filter nur noch mittelhartes Wasser. Plane also den frühzeitigen Wechsel ein.
Mein Fazit
Wenn du einen Tischwasserfilter nutzen möchtest, etwa für Tee, dann sind Brita-Kannen laut Stiftung Warentest 2022 die bestbewerteten der geprüften Modelle – allerdings nur mit „befriedigend“ und mit einer inzwischen ersetzten Kartusche. Plane den regelmäßigen Wechsel, die Hygiene und die laufenden Kosten ein. Wer nur sein Leitungswasser trinken möchte, braucht laut Verbraucherzentrale und Stiftung Warentest in der Regel keinen Filter.
Quellen
- Stiftung Warentest: Wasserfilter im Test – Überflüssig bis schädlich (22.06.2022)
- Stiftung Warentest: Philips Micro X-Clean, Produktdaten
- Verbraucherzentrale: Wasserbehandlung im Haushalt (Stand 17.11.2025)
- rp-online.de: Wasserfilter im Test – So haben die Firmen abgeschnitten
- t-online.de: Wasserfilter-Test – Testsieger der Stiftung Warentest
- Brita: FAQs zu Filterkartuschen
- BWT: Magnesium Mineralized Water Kartuschen (technische Details, FAQ)
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Hinweis: Dieser Beitrag dient ausschließlich der allgemeinen Information und ist keine Kauf-, Rechts- oder Gesundheitsberatung. Bei Allergien, Atemwegs- oder anderen Beschwerden sprich bitte mit deiner Ärztin / deinem Arzt oder deiner Apotheke. Die Produktangaben stammen von Herstellern und Testseiten (Stand: 16. Oktober 2026) und können sich ändern; maßgeblich sind die Angaben auf der Produktseite beim Kauf. Ich habe die Geräte nicht selbst getestet.







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